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13.11.2019

Mehr Schutz fürs Frauenherz

Arteriosklerose beginnt bei Frauen meist später, ist aber genauso gefährlich

Foto: djd Getty images

 
Mature woman taking a break from running to stretch her arms, looking at the view on the waterfront.
Foto: djd Hormontherapie-Wechseljahre Getty images
Herz-Kreislauf-Erkrankungen sind in Deutschland bei beiden Geschlechtern die häufigste Todesursache. Trotzdem gilt der Herztod meist eher als "Männersache", wahrscheinlich, weil er Männer im Durchschnitt etwa zehn Jahre früher trifft. Frauen sind bis zu den Wechseljahren recht gut geschützt gegen Gefäßerkrankungen, da die weiblichen Hormone, die Östrogene, die Arterien vor schädlichen Ablagerungen bewahren. Fällt dieser Schutz nach der Menopause weg, nehmen auch die Herzerkrankungen bei Frauen deutlich zu. Es wird also spätestens im Klimakterium Zeit, aktiv etwas für das Herz zu tun.

Risikofaktoren eindämmen

Das bedeutet: Ran an die größten Risikofaktoren! Das sind nach wie vor Rauchen, Übergewicht, Bewegungsmangel, zu hohe Blutdruck- und Cholesterinwerte, Diabetes und Stress. Der Verzicht auf Zigaretten, regelmäßiger Sport und eine gesunde, maßvolle Ernährung können das Risiko schon deutlich senken sowie auch Bluthochdruck und Diabetes vorbeugen. Letztere sind für das Herz und seine Gefäße besonders gefährlich und sollten unter ärztlicher Aufsicht möglichst optimal eingestellt werden. Oft werden diese "stillen" Erkrankungen aber erst spät bemerkt. Deshalb sollten Frauen ab den Wechseljahren Blutdruck, Blutzucker und auch Cholesterin regelmäßig checken lassen und dafür die von den Krankenkassen angebotenen Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen.

Das Klimakterium bringt aber auch typische Beschwerden mit sich wie starke Hitzewallungen und Schlafstörungen. Gegen diese empfehlen Fachärzte häufig eine Hormonersatztherapie (HRT). Die dabei verordneten Östrogene, beispielsweise in Form eines Östradiol-Dosiergels, können als Zusatzeffekt die Gefäße vor Arteriosklerose schützen helfen. Die Voraussetzung dafür ist allerdings, dass die HRT frühzeitig, also vor dem 60. Lebensjahr, begonnen wird und die Gefäße noch nicht zu stark geschädigt sind.

Die Therapieform ist wichtig

Um die positiven Zusatzeffekte auf die Blutgefäße zu nutzen, kommt es bei einer HRT gegen Wechseljahresbeschwerden auch auf die Art der Hormonanwendung an. So gilt nach aktuellem Stand der Wissenschaft die Verabreichung der Östrogene über die Haut als besonders sicher - mehr Informationen dazu findet man unter www.wechseljahre-verstehen.de. Frauen, die noch eine Gebärmutter haben, erhalten zusätzlich ein Gestagen zum Schutz vor Schleimhautwucherungen. Als gefäßneutral und damit besonders günstig gilt das natürliche Gestagen Progesteron.


Quelle: Schuster Public Relations & Media Consulting GmbH, Dachau
Foto: djd/Hormontherapie Wechseljahre/Getty images



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